Sonst war es schön
«Heute war ein sehr schöner Tag. Im See habe ich einen mega schönen Stein gefunden. Der Stein glänzt sehr schön.»
Keine grossen Ereignisse, keine Lebensweisheiten – nur die ehrliche Logik eines Kindes, das genau wusste, was zählt. Melia Inglin hat ihre alten Tagebücher wiedergefunden, voll mit solchen präzisen Bestandsaufnahmen des Glücks. Jetzt stehen sie im Mittelpunkt eines Bühnenabends mit Gesang, Texteinlagen, Posaune und Klavier.
Aus den knappen, oft unfreiwillig komischen Einträgen entstehen neue Kompositionen, gesprochene Passagen und musikalische Momente. Die Texte erzählen keine grossen Geschichten, sondern sind ehrliche Momentaufnahmen, präzise, direkt und ohne Filter. Und vielleicht entdeckt man zwischen den Zeilen, dass selbst an Tagen, die irgendwie blöd waren, noch etwas Schönes bleibt.
Premiere am 3. Juni 2026 in der Jazzkantine Luzern
Das Team
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Gesang und Projektleitung
ist in Zug geboren und in Baar aufgewachsen. Im Januar 2023 hat sie an der HSLU-Musik den Master of Arts Music Performance mit Bestnote abgeschlossen. Neben ihren solistischen Engagements lanciert sie viele eigene Projekte unterschiedlicher Art. So sang sie im November 2023 die Geiss im zeitgenössischen Singspiel “Pitschi” zu Gast bei Bühnen Bern. Dieses Projekt hat sie in Zusammenarbeit mit dem Verein “verlesen” und der Musikschule Köniz mitgestaltet und war in der Produktionsleitung.
2021 gründete Melia Inglin “Wein im Ohr”, ein Format, bei dem die Sinne verknüpft werden, indem der zur Musik passende Wein degustiert wird.
Ihr neugegründete Verein „VISUALES“ bringt im November 2025 sein Pilotprojekt „Triodati – La Damoiselle élue“ auf die Bühne. Darin verbinden sie klassische Musik mit elektronischen und visuellen Elementen, wodurch ein modernes, zugängliches Format entsteht.
Für ihre Arbeit als freischaffende Sängerin wurde Melia Inglin im Sommer 2023 ein Förderpreis des Kantons Zug gewährt.
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Bassposaune und Komposition
In seiner Zeit an der Kantonsschule Zug sammelte Jonas die ersten wichtigen Erfahrungen in den Bereichen Improvisation und Komposition, sowie dem Spiel in Sinfonieorchestern und Big Bands, womit er die Grundsteine für seine stilistische Offenheit und Vielfalt legte. 2017 schloss er an der HSLU – Musik bei Prof. Markus Wüest sein Bachelorstudium als bester Absolvent im Profil Klassik ab, was mit dem Strebi-Gedenkpreis honoriert wurde. Darauf folgt ein Master of Arts in Musikpädagogik mit Minor Jazz Performance, welchen Jonas Inglin 2019 ebenfalls mit Bestnoten abschloss. Seinen Zweitmaster in Orchesterperformance mit Minor Komposition bei Martin Schippers und Dieter Ammann an der HSLU schloss er 2022 ab.
Das Resultat ist ein bunt gemischter Strauss an musikalischen Tätigkeiten: Jonas ist Sousaphonist der Band Pocket Rockets, Bassposaunist im Zurich Jazz Orchestra und spielt mit duodendron seine eigene Musik. Als Zuzüger tritt er auch regelmässig mit Sinfonieorchestern auf, wie dem City Light Orchestra, der Kammerphilharmonie Graubünden oder der Basel Sinfonietta. Ausserdem dirigiert Jonas seit 2018 die Feldmusik Unterägeri, sowie den Chor laut&luise und komponiert oder arrangiert Musik, für Blasorchester, Kindertheater oder Bläsersections von Popbands.
Jonas Inglin hat 2022 einen Förderbeitrag für sein freies künstlerisches Schaffen des Kantons Zug erhalten.
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Klavier und Komposition
studierte Klavier und Komposition an der Chetham's School of Music in Manchester, an der Universität Cambridge und an der Royal Scottish Academy of Music and Drama. Nach einem zweijährigen Aufenthalt als Korrepetitor in Münster, Westfalen, zog Rushton in die Schweiz, um in der Meisterklasse von Irwin Gage Liedinterpretation zu studieren. 2001 schloss er mit Auszeichnung ab. Seit 2000 ist Edward Rushton Dozent für Liedbegleitung an der Musikhochschule Luzern.
Er hat mehrere CDs für die Labels Nimbus, Resonus Classics, BIS, Prospero, Lyrita, CPO, Delphian, Musiques Suisses, Musicaphon und Guild Music eingespielt. Sein erstes Soloalbum, unter anderen mit eigenen Kompositionen, erscheint im Herbst 2025.
Seine Vorliebe für das Liedrepertoire und sein Wunsch, dieses weiter zu verbreiten, veranlasste ihn 2015 das Projekt “Besuch der Lieder” ins Leben zu rufen, mit dem Zweck, zusammen mit einem auserlesen Ensemble von SängerInnen und PianistInnen Liederabende in Privaträumen der Schweiz zu veranstalten.
Auch als Komponist ist Edward Rushton gefragt. Zahlreiche Ensembles in Grossbritannien, Deutschland, Frankreich und der Schweiz haben Stücke von ihm in Auftrag gegeben und aufgeführt. Seine Opern, die meisten zu Libretti von Dagny Gioulami, waren unter anderem in London, Birmingham, Zürich, Hannover, Kassel, Bregenz und Philadelphia zu hören. Einen besonderen Schwerpunkt seines Schaffens bilden seine Werke für Gesang und Klavier: er hat mehr als vierzig Liederzyklen und einzelne Lieder komponiert. Rushton ist Preisträger der Conrad Ferdinand Meyer-Stiftung 2020..
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Sprache und Schauspiel
Nach einer kaufmännischen Lehre und Zivildienst in einer Werkstatt für Menschen mit
Beeinträchtigung studierte Bastian Inglin, geboren 1997 in Zug, von 2018 bis 2022 Schauspiel an
der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Bereits vor dem Studium gründete er in Zug die Improvisationstheatergruppe «ab und zufällig», und war Schlagzeuger in mehreren Bands. Während des Studiums spielte er als Ensemblemitglied in verschiedenen Produktionen am Volkstheater Rostock, wo er dann auch sein Erstengagement nach dem Studium antrat. 2020 war Bastian Inglin Studienpreisträger des Migros-Kulturprozents. Er ist auch in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen und war 2023 einer der fünf Gewinner*innen des Schweizer Schauspielnachwuchs-Wettbewerbes «JUNG & GUT» von Glaus&Gut-Casting. Seit 2024 spielt er am Luzerner Theater, wo er unter anderem als «Sam» in Benedict Wells «Hard Land» zu sehen ist. Für diese Rolle gewann Bastian Inglin 2025 den Aufmunterungspreis der Armin-Ziegler-Stiftung und wurde in der Kritiker:innenumfrage 2025 von «Theater Heute» als bester Nachwuchskünstler nominiert.
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Komposition
Giulia-Rosanna Bättig ist eine Sängerin und Komponistin aus Luzern.
Nach dem Bachelorstudiengang Jazzgesang an der Hochschule Luzern absolvierte sie den Master in Komposition, den sie mit einem 26-köpfigen Jazzorchester in der Grossen Halle im Südpol Luzern abschloss.
Sie wirkte am Luzerner Theater in „Märchen im Grand Hotel“ (2019) als Arrangeurin und Sängerin eines Vokalquartetts mit. Beim Theaterstück „Du Teufel“ (2020) des Kollektiv Dionysos verantwortete sie Live-Musik und Sounddesign. Mit dem Musiktheaterkollektiv K.O.peration wirkte sie als Musikalische Leitung und Komponistin im Stück „Woyceck“ (2021) mit.
Im Herbst 2021 zog es Giulia für einen Master in Gesang und Komposition ans Königliche Konservatorium in Den Haag in den Niederlanden. Sie lebt und arbeitet immer noch in Den Haag und schreibt für Ensembles in der Schweiz aber auch in Europa, wie zum Beispiel für das Metropole Orkest in den Niederlanden.
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Komposition
ist eine 27-jährige litauische Pianistin, Organistin und Komponistin, die in Luzern lebt. 2024 schloss sie ihren Master an der Hochschule Luzern bei Konstantin Lifschitz ab; zuvor erhielt sie ihren Bachelor mit höchster Auszeichnung vom Royal Conservatoire of Scotland bei Petras Geniusas. Sie wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Hella Siegrist-Preis, dem Edwin Fischer-Preis, dem Isserlis-Stipendium der Royal Philharmonic Society sowie mit präsidialen Ehrungen in ihrer Heimat Litauen. Dorote tritt regelmässig als Solistin und Kammermusikerin in ganz Europa auf, und ihre Kompositionen wurden bereits in Luzern, Glasgow, Edinburgh und Valencia uraufgeführt. Derzeit ist sie sowohl in der Villa Senar als auch im Richard Wagner Museum Luzern künstlerisch tätig.
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Szenische Mitarbeit
ist 1994 in St. Johann im Pongau, Österreich, geboren und aufgewachsen. Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie am Landestheater Salzburg und an der Jungen Burg des Burgtheaters in Wien. Von 2016-2020 studierte sie Schauspiel an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. Sie spielte am Staatstheater Stuttgart, am Nationaltheater Mannheim, am Theater Aachen und gehört seit der Spielzeit 2021/22 zum Schauspielensemble des Luzerner Theater. 2022 schrieb sie zum ersten Mal für die Öffentlichkeit den Text „Blut ist dicker ist dünner“, welcher im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms Nachtschicht im UG des Luzerner Theater in Eigenregie zur Aufführung kam. Ihr Debüt als Regisseurin und Autorin gab sie 2025 mit dem Stück „Nieder mit den Alpen!“, welches ebenfalls am Luzerner Theater uraufgeführt wurde und am Theater Winkelwiese gastiert.